Wie ich Twitter als Unternehmer einsetze
Veröffentlicht am 31. Juli 2012 von Ali
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Als ich das erste Mal von Twitter im Jahre 2009 fand ich es ganz schön blöd. MitteilungsbedĂŒrftige Menschen, die einem jeden Morgen “Guten Morgen” wĂŒnschen und kurz vor dem Schlafen gehen auch noch “Gute Nacht”. Twitter war damals auch ein Medium fĂŒr Hobby-Berichterstatter. Ist irgendwo ein Flugzeug abgestĂŒrzt, so wollte man der erste sein, der darĂŒber getwittert hat. Es gab dann natĂŒrlich auch jeden Schritt ihres Lebens twittern mussten (Bin am Flughafen / Habe ich gerade hingesetzt usw.).
Danach hatte ich eine Hype-Phase. Ich sah in Twitter nicht nur das Potenzial mein Projekt bekannt zu machen, sondern auch wertvolle Informationen aus Twitter zu ziehen. FernsehkanĂ€le oder Verlage, die diese Social Media Plattform einst belĂ€chelten, fingen an, es fĂŒr ihre Zwecke zu nutzen. SchlieĂlich hatte man nun tausende Berichterstatter da drauĂen. Gibt es heutzutage eine kontroverse Diskussion, fragen sich Fernsehmacher erst, was die Twitter-Community dazu sagt. So erhalten sie eine Eindruck ĂŒber die Stimmung der Nation.
Mittlerweile sehe ich Twitter ein wenig nĂŒchterner. Ich nutze es, jedoch nicht mehr mit den hohen Erwartungen wie noch zuvor.
So twittere ich
Tweets lese ich mittlerweile eigentlich kaum noch. Das liegt aber auch daran, dass ich nicht mehr so oft unterwegs bin. Um Leerlaufzeiten zu ĂŒberprĂŒfen, las ich vorher Tweets.
Sobald ich einen Blogbeitrag in meinem Projekt schreibe, wird dieser automatisch getwittert. AuĂerdem twittere ich, wenn es neuen nutzergenerierten Content bei uns gibt oder wenn ich zufĂ€llig auf einen interessanten Artikel gestoĂen bin, der unsere Follower interessieren könnte. Als Tool nutze ich hier die Hootbar, ein Firefox Add-on von Hootsuite. Damit kann ich mehrere Social Media KanĂ€le mit nur einem Klick ansteuern.
Durch das Twittern sorge ich dafĂŒr, dass Follower den Link anklicken. So generiere ich Besucher auf meine Seite, die dann hoffentlich auch eine Aktion ausfĂŒhren (konkret: sich anmelden).
So beobachte ich
Das Monitoring ist bei Twitter ein wichtiges Element. Wer schreibt ĂŒber einen? Wer schreibt was ĂŒber SchlĂŒsselbegriffe, die fĂŒr einen relevant sind? Jeder hat dafĂŒr seine eigene Methode bzw. ein Tool. Ich selbst suche in Twitter nach einem SchlĂŒsselbegriff und speichere mir diese Suche als RSS-Feed in der Lezezeichen-Leiste im Browser ab. TĂ€glich schaue ich mir dann an, wer ĂŒber diesen Begriff twittert, folge demjenigen, retweete seinen Tweet oder antworte ihm. Dabei versuche ich auf mein Projekt aufmerksam zu machen, denn schlieĂlich hat derjenige mit meinem Produkt zu tun.
FrĂŒher hatte ich ein fast krankhaftes Verlangen danach, die Zahl der Follower zu erhöhen. Mittlerweile nicht. Ich bin mit den 875 zufrieden. Je weniger Druck man sich selbst macht, desto besser lĂ€uft es meines Erachtens.
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