WGcast – Massencastings waren gestern
Veröffentlicht am 10. November 2011 von felix_klenk
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Doppelter Abiturjahrgang in Bayern und Niedersachsen, Abschaffung der Wehrpflicht und generell wenig bezahlbarer Wohnraum in den deutschen Großstädten – nie war es für Studenten schwerer, ein passendes und bezahlbares WG-Zimmer zu finden.
Daraus ergeben sich viele Schwierigkeiten, sowohl bei der WG- als auch bei der Mitbewohnersuche: dutzende Telefonate, unzählige Besichtigungstermine und mitunter teure Fahrten zu den Vorstellungsrunden zehren an den Nerven beider Seiten. Zudem stehen gerade Erstsemester oft unter enormem Zeitdruck, da sie erst ein paar Wochen vor Semesterbeginn die Zusage für ihren Studiengang bekommen haben.
Vorauswahl online treffen
Um diesen Problemen zu begegnen, haben sich zwei Studenten aus Heidelberg etwas einfallen lassen: Auf dem neuen Portal WGcast bewirbt man sich mit seinem persönlichen Profil online auf alle interessanten Zimmerangebote. Neben dem Alter, der aktuellen Beschäftigung und der bisherigen WG-Erfahrung kann man darin unter anderem auch seine Hobbys, Interessen und Musikvorlieben angeben.
Die WGs wählen dann aus allen Bewerbern ihre Favoriten aus und laden nur diese zu einem persönlichen Gespräch ein. Dadurch ersparen sich Bewerber und WG unnötige Telefonate und Besichtigungstermine, die aufgrund mangelnder Eignung oder fehlender Sympathie von vornherein zum Scheitern verurteilt sind.
Individuelles Profil soll die WG ĂĽberzeugen
Bei den mittlerweile üblichen Massencastings muss man sich als Interessent innerhalb weniger Minuten zwischen dutzenden anderen Bewerbern originell präsentieren, um überhaupt eine Chance auf das WG-Zimmer zu haben. Das baut einen enormen Druck auf und ist nicht jedermanns Sache. Bei der Zimmersuche über WGcast hingegen kann man sein persönliches Profil individuell nach den eigenen Wünschen gestalten, um sich den potentiellen zukünftigen Mitbewohnern vorzustellen und sie von sich zu überzeugen. Das Ganze macht man in aller Ruhe am eigenen Computer anstatt in einer vollen WG-Küche umringt von anderen Bewerbern.
Wenn einem dann von der WG die Kontaktdaten freigeschaltet wurden, kann man sich sicher sein, dass sich der folgende Besichtigungstermin auch lohnt, weil man die Vorauswahl überstanden hat und man damit den Bewohnern grundsätzlich schon einmal sympathisch ist.
Datenschutz
Auf den Datenschutz legen die WGcast-Macher großen Wert. Das persönliche Profil kann deshalb nur von den WGs eingesehen werden, bei denen man sich auch beworben hat. Sollte man als Bewerber abgelehnt werden, verliert die WG damit auch den Zugriff auf das Profil. Auch deren persönliche Daten werden übrigens erst sichtbar, wenn sie sie dem Anwärter per Mausklick freischalten. Jeder entscheidet also selbst, wem er seine Angaben preisgeben möchte.
WGcast ist eine interessante Idee, die sich aufgrund steigender Studentenzahlen und stagnierendem Wohnraumangebot sicher durchsetzen wird.
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Kommentare
Eine Antwort zu “WGcast – Massencastings waren gestern”
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Ja das Problem kenn ich. Ist echt blöd für junge Leute ein passendes Zimmer zu finden.
Ich hab mich dann gleich mit ein Paar freunden zusammengetan und ne Wohnung gemietet. Anders wars nicht möglich ein günstiges zimmer zu bekommen.
Und zusammen gehts auch mit der Miete.
LG