Social Media Sicherheitsprobleme und Diebstahl

Veröffentlicht am 4. April 2012 von Konstantin
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Wahrscheinlich haben Sie sich nie grĂ¶ĂŸere Gedanken darĂŒber gemacht, aber Ihre Nutzung der sozialen Netzwerke hat das Potenzial, Ihr Zuhause zu gefĂ€hrden. WĂ€hrend Sie von einem bestimmten Ort aus ”einchecken”, oder beispielsweise ein Foto Ihrer neuen Stereoanlage auf Facebook hochladen, scheint das bloß ein harmloses Nutzen dieser Netzwerke zu sein, gibt aber auch Dieben die Möglichkeit, die von Ihnen online preisgegebenen Informationen dazu zu nutzen, neue Wohnungen und HĂ€user fĂŒr Ihren nĂ€chsten Einbruch auszuspĂ€hen. Mit dem Treffen einiger einfacher Sicherheitsvorkehrungen sind Sie jedoch schon einige Schritte weiter auf dem Weg, Ihr Zuhause erfolgreich gegen jeden Einbruchsversuch abzusichern.


Facebook, Twitter, Foursquare
Bei einer Befragung von Ex-Dieben, welche von Großbritanniens Heim-Sicherheits-Experten Friedland durchgefĂŒhrt wurde, gaben 78% der teilnehmenden Personen an, dass Sie glauben, dass Einbrecher soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Foursquare nutzen, um potenzielle BesitztĂŒmer auszuspĂ€hen.
Es ist ziemlich einfach: Immer, wenn Sie posten, dass Sie gerade nicht zu Hause sind – entweder indem Sie das direkt erwĂ€hnen, oder es indirekt durch das Einchecken an einem anderen Ort mit Ihrem Smartphone verraten, gefĂ€hrden Sie Ihr Zuhause und Ihren Besitz, da keiner da ist, um es zu bewachen.

Google Street View
Auch wenn Google Street View nicht wirklich ein soziales Netzwerk ist, hat es die Öffentlichkeit mit einem eher neuartigen Sicherheitsproblem konfrontiert. In der zuvor erwĂ€hnten Befragung wurde außerdem festgehalten, dass 74% der befragten Ex-Einbrecher glauben, dass Google Street View eine wesentliche Rolle beim Planen von EinbrĂŒchen spielt. Die Nutzung dieses Features gestattet es Dieben, das potenzielle Ziel auszuspĂ€hen und eventuell sogar SchwĂ€chen in dessen Absicherung zu entdecken.

Und was soll ich tun?
Die Grundlage, auf der sich soziale Netzwerke aufbauen, besteht in der Bereitschaft seiner Nutzer, zu teilen. Aufgrund dessen stehen wir alle einem Dilemma gegenĂŒber, sobald wir Informationen preisgeben. Im Grunde mĂŒssen Sie genau abwĂ€gen, welche Informationen Sie veröffentlichen wollen und wer diese sehen wird. Auf Facebook ist es ratsam, die Privateinstellungen so zu konfigurieren, dass ausschließlich Ihre Freunde Zugriff auf Ihre Informationen und Feeds haben. Weiterhin sollten Sie nur Ihre wirklichen Freunde zu Ihrem Online-Netzwerk hinzufĂŒgen.
Sie sollten sich nicht zurĂŒckhalten mĂŒssen, Fotos Ihres neuen Autos oder Ihrer Stereo-Anlage zu teilen, oder bekannt zu geben, dass Sie eine Reise unternehmen werden, solange Sie sich bewusst sind, wer genau Zugang zu den preisgegebenen Informationen hat.

Es geht darum, aufmerksam zu bleiben – nicht paranoid, andernfalls werden Sie kaum mehr imstande sein, die vielen großartigen Möglichkeiten zu genießen, die soziale Netzwerke bieten.

Zusammenfassung
1. Stellen Sie Ihre Facebook-PrivatssphÀre so ein, dass nur Freunde Zugang zu Ihren Inhalten haben.
2. Adden Sie nur tatsÀchliche Freunde auf Facebook.
3. Posten Sie keine Bilder von wertvollen GegenstÀnden aus Ihrem Zuhause, es sei denn, Sie sind völlig sicher, dass dies nicht die Sicherheit Ihres Besitzes gefÀhrdet.
4. Seien Sie vorsichtig bei AnkĂŒndigungen, die beinhalten, dass Sie sich zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht zu Hazuse aufhalten werden – es sei denn, Sie sind völlig sicher, dass dies nicht die Sicherheit Ihres Besitzes gefĂ€hrdet.
5. Sie sollten es vermeiden, wertvolle GegenstÀnde in Ihrem Zuhause so zu positionieren, dass Sie von Vorbeigehenden leicht gesehen werden können.
Abgesehen von diesen Maßnahmen haben Sie immer die Möglichkeit, Ihr Zuhause auf traditionellem Wege abzusichern – indem Sie eine Alarmanlage installieren. Die große Mehrheit aller Einbrecher wird schon durch deren bloße Sichtbarkeit abgeschreckt werden.
Zum Schluss sei noch einmal daran erinnert, dass die Umfrage, welche die SchlĂŒsselstatistiken fĂŒr diesen Artikel lieferte, in Großbritannien durchgefĂŒhrt wurde. Das bedeutet, dass die Ergebnisse der Umfrage weder allgemeingĂŒltig, noch direkt auf Deutschland anzuwenden sind. Allerdings können wir annehmen, dass es eine generelle Tendenz in die Richtung gibt, dass Google Street View und soziale Netzwerke vermehrt als Werkzeuge bei der Planung von EinbrĂŒchen eine Rolle spielen.

Gastbeitrag von Kim Falkner. SPAMfighter ist einer der fĂŒhrenden Hersteller von Sicherheitssoftware und Computer-Tools fĂŒr Privatnutzer und Firmen. Besuchen Sie die SPAMfighter-Website hier

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Kommentare

Eine Antwort zu “Social Media Sicherheitsprobleme und Diebstahl”

  1. Beppo am 23. April 2012 11:28

    Vor zehn Jahren wurde man noch verrĂŒckt erklĂ€rt, wenn man seine Email-Adresse fĂŒr alle sichtbar im Internet veröffentlicht hat. Mit dem Aufstieg von Facebook und Co. sind Internet-Nutzer allgemein wieder sehr freizĂŒgig und unbekĂŒmmert geworden.

    Der Artikel zeigt, dass das Web immer noch ein sau gefÀhrlicher Ort sein kann.

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