Wie Studenten Geld verdienen und wofür ausgeben können
Veröffentlicht am 2. August 2012 von Ali
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Nach dem ich mein Studium beendet hatte, wurde ich von einem Kommilitonen gefragt, ob ich denn auch seine Diplomarbeit schreiben könnte. Ganz so begeistert war ich davon nicht. Das lag daran, dass ich gerade meine eigene hinter mir hatte (und dies eine Heidenarbeit war und ich den Stress nicht gleich noch einmal erleben wollte) und zum anderen auch nicht sicher, ob dies moralisch richtig war.
Aber: Ich hätte das Geld gut gebrauchen können. Dennoch habe ich mit 5.000 € einen für einen Studenten hohen Preis angesetzt und war letztendlich froh, dass er nicht darauf einging. Welcher Student kann denn mal einfach 5.000 € ohne reiche Eltern locker machen? Der normale Student nicht, einige andere schon.
Laut einer Studie, die kürzlich veröffentlicht wurde, könnten sich ein Drittel der Berliner Studentinnen vorstellen, ihr Studium durch Prostitution zu finanzieren. Viele tun es bereits. Für mich ist das Ergebnis schockierend. Denn schließlich dürfte es auch in der Hauptstadt genügend andere Studentenjobs geben. Hier lockt meines Erachtens das schnelle Geld und ein luxuriöseres Leben.
Diese betuchteren Studentinnen wären auch dann diejenigen, die eine Bachelor-, Master- oder eine Doktorarbeit von anderen schreiben lassen wĂĽrden. Von so genannten Ghostwritern. Ist einmal die Moral fĂĽr das horizontale Gewerbe gefallen, bestĂĽnde auch meines Erachtens kein Grund, die Ausarbeitung einer Arbeit “outzusourcen” und nur noch den eigenen Namen darunter zu setzen.
Aber Ghostwriter mĂĽssen nicht unbedingt das Verfassen der gesamten Arbeit fĂĽr einen ĂĽbernehmen. Sie können durchaus auch bei anderen Aufgaben wie Literaturrecherche, Gliederung, Auswertung von Statistiken etc. behilflich sein. Auch das Korrektorat, Lektorat oder die PlagiatsprĂĽfung kann man ihnen ĂĽbertragen, gerade wenn man sonst keine Eltern, Bekannten etc. hat, die das fĂĽr einen ĂĽbernehmen. Im Falle der Jobberinnen aus dem Rotlichtmilieu scheint dies ja anscheinend der Fall zu sein. Denn sonst kommt man mit Bafög, der UnterstĂĽtzung der Eltern und einem “normalen” Nebenjob auch in der Bundeshauptstadt locker durchs Leben.
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