Social Media und Social Learning in Web 3.0

Veröffentlicht am 4. August 2012 von Ali
Abgelegt unter Social Media - Branchen | Kommentieren

Wissenschaftler arbetien mit Hochdruck am Web 3.0. Darunter versteht man das Semantische Web. Das Semantische Web ist ein Konzept zur Weiterentwicklung des Internets. Dabei sollen Maschinen (Computer) von Menschen zusammengetragene Informationen verarbeiten und interpretieren. All die in menschlicher Sprache ausgedrĂŒckten Informationen im Internet sollen mit einer eindeutigen Beschreibung ihrer Bedeutung (Semantik) versehen werden, die auch von Computern „verstanden“ oder zumindest verarbeitet werden kann.

Logos diverser social media kanĂ€leDies wĂŒrde beispielsweise bedeuten, dass ein Computer aus den Tweets, Posts oder Statusmeldungen eines Internetnutzers Informationen ableiten und so Nutzer noch besser lenken könnte. Im Web 2.0 geschieht dies derzeit noch durch die Erkennung von SchlĂŒsselbegriffen. Wer hat nicht schon den Hinweis auf Ă€hnliche Artikel unter Blogposts gesehen oder passende Werbeeinblendungen?

Das Web 2.0 (auch Mitmach-Internet genannt) und Social Media haben auch neue Zweige in diversen Branchen aufgebaut. Wie zum Beispiel das Social Learning. Twitter ist lĂ€ngst nicht mehr nur eine Mitteilungsplattform, sondern auch eine “Lernplattform”. Tweets verweisen auf interessante Artikel oder News aus denen wir Wissen ziehen. Auch Social Media gehört zum Lernen 2.0.

Die Entwicklung des Webs im Bereich Bildung

Bleiben wir beim Beispiel “Bildung” und betrachten das Beispiel “Suche nach einem Nachhilfelehrer” ĂŒber die verschiedenen Formen des Webs hinweg.

Im Web 1.0 hatten SchĂŒler, die einen Nachhilfelehrer im Netz suchen wollten, nur die Möglichkeit, eine gezielte Suche nach einem Nachhilfelehrer anzustoßen. Sie mussten dabei hoffen, dass es auch Nachhilfelehrer gab, die sich im Web prĂ€sentiert haben. Eine eigene aufwendige WebprĂ€senz hatten damals wohl nur die wenigsten. Meist landeten Suchende dabei auf den Seiten großer Nachhilfeinstitutionen. “Außer” Kontaktdaten fanden sie dort nichts anderes vor.  Wurden dann Dienste in Anspruch genommen, wurden Nachhilfelehrer zugewiesen. Die Nachhilfe fand im Web 1.0 stets offline statt.

Im Web 2.0 hat sich die Suche nach einem Nachhilfelehrer durch Nachhilfeportale erheblich vereinfacht. Auf ihnen kann man deutlich mehr Nachhilfelehrer finden, da nun nicht mehr eine eigene WebprĂ€senz notwendig ist. Dort können SchĂŒler sich den passenden Lehrer selbst auswĂ€hlen. ZusĂ€tzlich ist das Internet nicht nur ein reines PrĂ€sentationsmedium wie in Web 1.0, sondern auch Kommunikations- und Interaktionsplattform. SchĂŒler können mit Nachhilfelehrern auch ĂŒber Distanzen online kommunizieren und agieren.

Im Web 3.0 mĂŒsste ein SchĂŒler nicht einmal aktiv eine Suche nach einem Nachhilfelehrer starten. Aus einer Information, einem Tweet wie “verstehe Mathe-Aufgabe nicht”, könnte der Computer “verstehen”, dass hier eine Nachhilfe angebracht wĂ€re und den SchĂŒler gleich auf ein Nachhilfeportal mit Nachhilfelehrern aus seiner Gegend im Fach Mathematik weiterleiten bzw. einen entsprechenden Vorschlag machen.

Chancen und Risiken von Web 3.0

Das Web 3.0 kann gerade im Bereich Social Learning / Lebenslanges Lernen erneute Vorteile wie zielgerichtete Suchergebnisse und dadurch Zeitersparnis mitbringen.

Die eindeutige Erkennung der Computer ist dabei entscheidend. Google arbeitet schon seit einiger Zeit daran, Suchergebnisse zu personalisieren. Kritiker sagen, dass dadurch nicht immer das gefunden wird, was man eigentlich benötigt. Vielmehr werden Seiten angezeigt, die man z.B. hĂ€ufiger aufgesucht hat. DatenschĂŒtzer kritisieren außerdem, dass fĂŒr ein vernĂŒnftiges semantisches Web mehr Informatinen von Nutzern verlangt werden und so ein glĂ€serner Internetnutzer entsteht.

Ob Web 3.0 eher ein Segen oder ein Fluch ist, wird sich in Zukunft zeigen. Und wie immer muss jeder selbst entscheiden, inwieweit er sich dieser neuen Form des Web öffnen möchte.

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